Videograf sitzt am Schreibtisch und macht Notizen

Mein Workflow während der Postproduktion

Die Postproduktion umfasst viele verschiedene Schritte und erfordert einen guten Workflow, um dauerhaft effizient arbeiten zu können. Daher stelle ich euch nun meinen Workflow vor, den ich seit vielen Jahren anwende.

Angefangen bei der Datensicherung und Ordnerstruktur. Es gibt nichts Schlimmeres als ein Datenverlust bei Videoprojekten.  Deshalb wird zu allererst ein Backup des gesamten Videomaterials gemacht. Erst dann beginne ich damit, mir eine passende Ordnerstruktur zu überlegen. Dafür sortiere ich die einzelnen Clips in passende Kategorien (benannte Ordner). Je nach Menge der Clips kann man beliebig viele Unterkategorien erstellen. Es ist zwar ziemlich aufwändig und scheint zeitraubend, jedoch erleichtert es die Arbeit im Schnitt um einiges. Auch Musiktitel, Sounds und Grafiken werden in passende Ordner gelegt. Es eignet sich, auch schon einen Ordner für spätere Renderversionen anzulegen. Dann bleiben alle Dateien des Projekts in einem Ordner. Dieser Hauptordner trägt logischerweise den Projektnamen. 

Tipp: Benenne Dateinamen oder Ordner während oder nach dem Schnitt nicht um, ansonsten wird diese Datei vom Schnittprogramm „Offline“ gestellt und du musst sie erneut manuell verknüpfen. Das raubt oft Zeit und Nerven.

Screenshot von der Ordnerstruktur bei Windows für die Postproduktion
Beispiel einer einfachen Ordnerstruktur

Nun geht es an den eigentlichen Schnitt. Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten sich den Rohschnitt zu erarbeiten. Die Meinungen gehen oft auseinander und jeder Cutter hat seine ganz eigene Vorgehensweise. Außerdem ist es auch vom Projekt abhängig, welche Methode sinnvoll ist. 

Steht der Rohschnitt und wurde vom Kunden abgenommen, geht es an die Feinheiten. Alle Schnitte, Überblendungen und Effekte werden final angepasst und korrigiert. Erst dann geht der Film in die Farbkorrektur, auch „Color Grading“ genannt, wo der Film seinen individuellen Farb-Look bekommt und eventuelle Farbfehler ausgeglichen werden. Zu guter Letzt wird das Projekt im gewünschten Format exportiert, was im Fachjargon als „Rendern“ bezeichnet wird. 

Tipp: Benenne jede gerenderte Datei am Ende mit einem V + fortlaufender Ziffer. Das schafft Überblick und erleichtert die Kommunikation mit dem Kunden.

Videograf hält eine Sony NEX-FS700 Kamera auf einem DJI Ronin Gimbal vor schwarzem Hintergrund

Was ist eigentlich ein Gimbal?

Es sieht nicht nur futuristisch aus, es ist die Zukunft. Die Rede ist von einem elektrischen System zur Kamerastabilisierung.  Ein sogenanntes 3-Achsen Gimbal gleicht ungewollte Bewegungen und Wackler mithilfe von speziellen Motoren automatisch aus.

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